Berlin Shots > Über > Technische Ausstattung > Kameras > Panasonuc Lumix DMC-G1

Panasonic Lumix DMC-G1

Seit 2009 fotografiere ich nun mit meiner G1. Davor habe ich mehrere Jahre mit einer kleinen Kompaktkamera, ebenfalls von Panasonic, fotografiert. Eine digitale Spiegelreflexkamera hatte ich nie. In meinem ersten fotografischen Leben besaß ich die legändere Canon AE1 Spiegelreflexkamera. Vor diesem Hintergrund sollte meine Einschätzung der G1 eingeordnet werden.

Meine erste Begegnung mit der G1 hatte ich im Media-Markt. Dort konnte ich sie in Ruhe mehrmals ausprobieren, keintl_files/berlin_shuts/material/g1.jpeg Verkäufer hat mich dabei gestört. Mein allererster Eindruck war: die liegt aber gut in der Hand, die fühlt sich gut an. Die G1 ist ja wesentlich kleiner und leichter als eine Spiegelreflexkamera. Trotzdem liegt sie wunderbar in der Hand, alle Knöpfe sind schön groß und lassen sich gut erreichen.

Meine erste große Fotosession fand dann in London statt. Da hat es sich bestätigt: Mit dieser Kamera macht es Spaß zu fotografieren. Beim Kaufentscheid hatte ich Handling und Haptik gar nicht auf der Rechnung, aber jetzt, in der Praxis, wurden mir diese Aspekte sehr wichtig, und ich bin froh, mich für ein Gerät entschieden zu haben, das so gut in der Hand liegt.

Es gibt an der G1 zwei Aspekte, die machen sie besonders, weil andere Kameras so etwas nicht haben: Das schwenkbare Display und den sensationellen elektronischen Sucher.

Das Display lässt sich heraus klappen und in jedem Winkel drehen und kippen. Ich kann beispielsweise die Kamera kurz über dem Boden halten und trotzdem frontal ins Display schauen. Oder Überkopfaufnahmen: Auch da schaue ich frontal ins Display. Für die Streetfotografie ist das schwenkbare Display ebenfalls sehr gut: Passanten fühlen sich nicht gestört durch die Kamera, wenn ich den Apparat vor dem Bauch halte und von oben aufs Display schaue.

tl_files/berlin_shuts/material/20.jpgDie G1 hat einen elektronischen Sucher, das heißt: Wenn ich durch den Sucher schaue, dann sehe ich ein „Bild“ vom Motiv, aber nicht wie in einer Spiegelreflexkamera das tatsächliche Motiv wie durch ein „Guckloch“. Das hat vor allem Vorteile im Dunkeln: Der Sucher hellt die Szenerie auf und ich kann den Bildausschnitt gut vornehmen, weil alles gut zu erkennen ist. Durch den Sucher kann ich mir auch die fertigen Bilder anschauen. Für mich als ein Mensch, der inzwischen eine Lesebrille benötigt, ein unschätzbarer Vorteil: Den Sucher kann ich an meine Dioptrien anpassen, das Bild ist immer scharf. Um dagegen das Display scharf zu sehen, muss ich immer erst meine Lesebrille aufsetzen.

Mit der G1 sind vielfältige Einstellungen möglich, genau wie bei einer Spiegelreflexkamera. Für meine HDR-Aufnahmen etwa nutze ich die Serienbildfunktion mit unterschiedlichen Belichtungszeiten. Ich schätze mittlerweile auch den manuellen Fokus, der sich durch den Sucher optimal einstellen lässt, da das Motiv beim Einstellen der Schärfe extrem heran gezoomt wird.

Das alles entscheidende Kriterium einer Kamera ist natürlich die Bildqualität. Diese kann hier auf meiner Website von jedem selbst beurteilt werden. Ich bin sehr zufrieden, die Belichtung stimmt, die Farben stitl_files/berlin_shuts/material/45-200.jpegmmen, die Schärfe stimmt.

Für die G1 habe ich mir neben dem Standardobjektiv noch zwei weitere Objektive zugelegt: eines mit einer festen Brennweite von 20mm, und dann noch ein Telezoom. Ich habe jetzt keine Wünsche mehr an meine Ausstattung.

Wie lange werde ich noch Freude an meiner Kamera haben, wann wird sie von der technischen Entwicklung überholt? Die G1 wurde ja bereits durch die G2 ersetzt. Aber ich muss sagen: es ist mir egal. Bei Kameras ist es jetzt schon wie bei Computern: nach zwei Jahren sind sie veraltet. Ich habe für mich beschlossen, diesen Gerätewahn nicht mitzumachen. Ich bleibe bei meiner G1 und versuche, interessante Fotos aufzunehmen.

Einen Kommentar schreiben